Kognitive Kontrolle und Selbstregulation

Personalisiertes Neurofeedback

Das Ziel eines Trainings mit Neurofeedback ist es kognitive Prozesse zu verbessern. Fähigkeiten wie eine bewusste Aufmerksamkeitslenkung und Fokussierung auf eine bestimmte Aufgabe, die Hemmung unerwünschter Impulse sowie die Abschirmung gegenüber irrelevanten Störreizen sollen trainiert werden. Dieses soll Sie dazu befähigen in Leistungs- oder Stresssituationen gelassener und fokussierter zu agieren. Insgesamt wird dadurch Fähigkeit zur Selbstregulation erhöht, die langfristig in einer effizienteren Bewältigung von Herausforderungen resultiert.

Wie funktioniert Neurofeedback?

Die Wirkweise des Neurofeedbacks ist es, nicht wahrnehmbare körperliche Vorgänge, wie die Gehirnaktivität, in Echtzeit wahrnehmbar zu machen, um die Aufmerksamkeitsregulation im Rahmen eines Trainings in die erwünschte Richtung zu modulieren. Dafür werden EEG-Elektroden am Kopf platziert, die die darunterliegenden Schwingungen der Gehirnaktivität (elektrische Gleichspannungspotentiale) messen und in ein EEG-Signal (Hirnstromkurven) umwandeln, was in Form eines bildlichen Objekts am Trainingsbildschirm erscheint. Somit kann die Person Veränderungen in der Hirnaktivität am Bildschirm verfolgen und das Gehirn lernt, eigene Aufmerksamkeitsprozesse situationsangemessener zu lenken.

Generell werden zwei Formen des Neurofeedbacks unterschieden:

  • Frequenzband-Training
  • SCP-Training (engl.: slow-cortical-potentials)
Frequenzband-Training

Dabei wird die Gehirnaktivität, die in verschiedene Frequenzbänder (Geschwindigkeit und Größe der Gehirnwellen) unterteilt wird, in eine bestimmte Richtung moduliert. Niedere Frequenzbänder stehen für eine geringe Gehirnaktivität, zum Beispiel wenn man müde ist, döst oder schläft. Höhere Frequenzbänder zeigen sich in einem Zustand der Konzentration und Wachheit. Ein zu viel an geringer Gehirnaktivität oder auch zu hoher Gehirnaktivität kann unter Umständen zu Regulationsproblemen mit der Wachheit (Vigilanz) führen. Die Ergebnisse der qEEG-Untersuchung können Aufschluss darüber geben, ob sich ein bestimmtes Aktivierungsmuster dominant zeigt, bspw. geringe oder zu hohe Aktivierung sowie das Vorliegen eines Niederspannungs-EEG. Je nach Ergebnis kann dann ein Neurofeedbackprotokoll ausgewählt werden, um spezifisch bestimmte Frequenzbänder zu trainieren. Dieses Vorgehen kann die Vigilanzregulation des Gehirns nachhaltig verbessern.

SCP-Training (engl.: slow-cortical-potentials)

Das SCP zielt auf die Regulation der sogenannten langsamen kortikalen Potentiale ab. Bei dieser Form des Neurofeedback-Trainings geht es voranging um die selbst regulierte Aufmerksamkeitssteuerung. Der Patient lernt zwischen zwei Aktivierungszuständen (Aufmerksamkeit vs. Entspannung) zu differenzieren, um diese nach und nach willentlich im Alltag herbeizuführen. Dabei geht es vor allem darum, in Situationen, die Aufmerksamkeit erfordern, diese zu aktivieren und in Situationen, in denen keine Aufmerksamkeit nötig ist, zu entspannen und kognitive Ressourcen zu schonen.

Beide Verfahren sind für die Verbesserung der kognitiven Leistung bei Personen mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefiziten evidenzbasiert.

Der Weg zum personalisierten Neurofeedback

Hier finden Sie Informationen zum quantitativen-EEG


Für wen ist Neurofeedback geeignet?

Für Personen, die sich Verbesserungen in folgenden Bereichen wünschen:

  • Selbstregulation
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Fokussierung
  • strukturiertes Handeln
  • mehr Gelassenheit in Stresssituationen

Das Angebot richten sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren


Neurofeedback Training

  • Eine Neurofeedback-Sitzung dauert 50 Minuten.
  • Für einen schnellen Erfolg sind mindestens 2 Sitzungen pro Woche zu empfehlen
  • Erste spürbare Verbesserungen zeigen sich in der Regel nach 20 Sitzungen.
  • Ein langfristiger Behandlungserfolg stellt sich meist nach 30 bis 40 Sitzungen ein.

Vorteile von Neurofeedback


Professionell

Personalisertes Neurofeedback. Das Trainingsprotokoll wird nach einer umfassenden Beurteilung optimal auf den Klienten abgestimmt.


Effizient

Durchschnittlich werden 30 – 40 Sitzungen mit mindestens zwei Sitzungen pro Woche benötigt. Ein Großteil der Klienten erfreut sich auch nach Abschluss des Neurofeedback Trainings einer lang anhaltenden Wirksamkeit.


Keine unerwünschten Wirkungen

Neurofeedback ist nachweislich sicher und erzeugt keine klinisch relevanten Nebenwirkungen.


Wissenschaftlich belegt

Bei neuroCare werden voranging Trainingsprotokolle angewendet, die nach dem wissenschaftlichen „Gold-Standard“ untersucht wurden und als wirksam erachten werden.


Sie interessieren sich für personalisiertes Neurofeedback?

Wir beantworten Ihnen gerne ihre Fragen

neuroCare München bietet seit 2016 professionelle Unterstützung bei der Optimierung der kognitiven Leistungsfähigkeit an. Modernste Neuromodulationstechnologien wie Neurofeedback und Hirnstimulation, aber auch Aktigraphie und Schlafprofilanalysen kommen dabei zum Einsatz.

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